Optris CS LT Pyrometer

  • Eignung: OEM & Maschinenintegration
  • Messbereich: -50–1030 °C
  • Spektralbereich: 8–14 µm
  • Optik: 15:1
  • Ansprechzeit: 25 ms*
  • Umgebung: -20 bis +80 °C

Das Optris CS LT ist ein kompaktes, einteiliges Industriepyrometer für berührungslose Temperaturmessungen von -50 bis 1030 °C. Sein M12-Edelstahlgehäuse benötigt nur wenig Einbauraum und ist auf die serielle Integration in Maschinen, Geräte und OEM-Anwendungen ausgelegt. Der Spektralbereich von 8–14 µm eignet sich besonders für viele nichtmetallische und hoch emittierende Oberflächen wie Kunststoffe, Keramik, Glas oder lackierte beziehungsweise nicht reflektierende Metalle. Mit 15:1 Optik, einem Messkopf für Umgebungstemperaturen bis 80 °C und direkt nutzbaren Analog-, Thermoelement- und Alarmsignalen lässt sich das CS LT ohne separate Elektronikbox in kompakte Maschinenkonzepte integrieren. Für sehr kleine Messstellen steht zusätzlich eine Close-Focus-Linse zur Verfügung, die einen Messfleck von 0,8 mm bei 10 mm Abstand ermöglicht.Das Infrarot-Pyrometer optris CS LT eignet sich hervorragend für die Temperaturmessung in kleinen und beengten Umgebungen. Die robusten Messköpfe wurden für Anwendungen in einem Temperaturbereich von -50°C bis 1030°C entwickelt und können bis 80°C ohne zusätzliche Kühlung eingesetzt werden.

Die preiswerten IR-Pyrometer sind ideal für den Einsatz in OEM-Lösungen geeignet. Sie bieten sich auch für Vielfacheinsätze von Infrarotmessstellen an.

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Wann ist das Optris CS LT die richtige Wahl?

Das CS LT ist vor allem dann interessant, wenn eine berührungslose Temperaturmessung dauerhaft in eine Maschine oder ein Gerät integriert werden soll und dafür möglichst wenig Bauraum, Zusatzhardware und Verdrahtungsaufwand vorgesehen sind. Sensor, Elektronik und intelligente LED sitzen in einem kompakten M12-Gehäuse; eine separate Elektronikbox ist nicht erforderlich.

Der Sensor deckt mit -50 bis 1030 °C einen breiten Temperaturbereich ab. Optris nennt Kunststoffe, Polymere, Verbundwerkstoffe, organische Materialien, nicht reflektierende Metalle, Keramiken, Halbleiter und Glas als typische Materialgruppen. Entscheidend bleibt jedoch der Emissionsgrad der konkreten Oberfläche: Bei blanken oder stark reflektierenden Metallen ist ein langwelliges 8–14-µm-Pyrometer in vielen Fällen nicht die beste Wahl. Für OEM- und Serienanwendungen ist außerdem die einfache elektrische Integration relevant. Je nach Konfiguration stehen skalierbare Spannungsausgänge oder Thermoelement Typ K sowie ein Open-Collector-Ausgang zur Verfügung. Parametrierung und Diagnose können über das optionale CS Kit und die Optris-Software erfolgen.

Eine andere Optris-Plattform sollte geprüft werden, wenn sehr kleine Messflecken aus größerer Entfernung, spezielle Spektralbereiche für Metalle, Kunststoffe oder Glas, höhere Umgebungstemperaturen oder umfangreiche industrielle Kommunikationsschnittstellen direkt am Messsystem benötigt werden.

Was wir bei der Auswahl konkret klären: Material und Oberflächenzustand, Temperaturbereich, Messfleckgröße, Arbeitsabstand, Prozessgeschwindigkeit, Einbauraum und gewünschtes Ausgangssignal werden gemeinsam betrachtet. Daraus lässt sich ableiten, ob das CS LT tatsächlich die wirtschaftlich und technisch passende Lösung ist oder eine spezialisierte Optris-Serie Vorteile bietet.

Was entscheidet über eine zuverlässige Messung mit dem CS LT?

Bei einem kompakten Standardsensor entscheidet die Messgeometrie genauso stark über das Ergebnis wie der Temperaturbereich. Die Standardoptik arbeitet mit 15:1 und erzeugt beispielsweise einen Messfleck von 26,7 mm bei 400 mm Abstand. Das Messobjekt sollte den Messfleck sicher ausfüllen; bei kleinen Bauteilen muss der Sensor entsprechend näher positioniert oder eine geeignete Nahfokuslösung eingesetzt werden.

Mit der optionalen Close-Focus-Linse sind 0,8 mm bei 10 mm Abstand möglich. Diese Option verändert jedoch auch den optischen Pfad: Optris gibt für die CF-Linse einen Transmissionswert von 0,78 an. Dieser muss bei der Parametrierung berücksichtigt werden, damit die zusätzliche Optik nicht zu einem systematischen Messfehler führt.

Auch der Emissionsgrad muss zur realen Oberfläche passen. Lackierte, keramische oder viele Kunststoffoberflächen lassen sich im langwelligen Spektralbereich häufig gut erfassen. Bei blankem Metall können niedrige und veränderliche Emissionsgrade sowie Reflexionen aus der Umgebung die Messung deutlich stärker beeinflussen. Der Messkopf kann ohne zusätzliche Kühlung bis 80 °C Umgebungstemperatur eingesetzt werden. Für verschmutzte oder staubige Prozesse stehen Luftspül- und Montagekomponenten zur Verfügung; bei der Positionierung sollte außerdem berücksichtigt werden, dass das CS LT kein integriertes Laservisier besitzt.

Was wir bei der Auslegung konkret klären: Messfleck und Arbeitsabstand werden mit Objektgröße, Emissionsgrad, Umgebung, Sichtweg und Einbauposition abgeglichen. Bei Close Focus gehören zusätzlich Linse und Transmissionskorrektur zur Auslegung.

Wie lässt sich das CS LT in Maschine und Steuerung integrieren?

Das CS LT ist für eine direkte, kompakte Maschinenintegration ausgelegt. Das M12×1-Edelstahlgehäuse misst Ø 12 × 85 mm, das Standardkabel ist 1 m lang; weitere Kabellängen sind verfügbar. Dadurch lässt sich der Sensor auch in engen Einbauräumen nah an der Messstelle positionieren.

Für die Signalausgabe nennt Optris auf der aktuellen CS-LT-Produktdarstellung wählbare 0–5-V- oder 0–10-V-Ausgänge sowie Thermoelement Typ K und einen Open-Collector-Alarmausgang. Die CS-Serienübersicht nennt zusätzlich 4–20 mA; da diese Herstellerdarstellungen nicht vollständig deckungsgleich sind, sollte die konkrete Ausgangsvariante vor Bestellung anhand des aktuellen Bestellcodes beziehungsweise der gültigen Preisliste bestätigt werden.

Über das optionale CS Kit lässt sich der Sensor per USB parametrieren. Compact Connect beziehungsweise IRmobile unterstützen Einstellung, Visualisierung und Diagnose. Die intelligente LED kann je nach Konfiguration als Alarmanzeige, Zielunterstützung, Selbstdiagnose oder Temperaturcode-Anzeige genutzt werden. Für die Maschinenintegration ist deshalb früh zu klären, ob der Messwert lediglich analog an eine Steuerung übergeben werden soll oder ob Parametrierung, Diagnose und Servicezugriff im Betrieb benötigt werden. Diese Entscheidung beeinflusst Verkabelung, Zubehör und Inbetriebnahme.

Was wir bei der Integration konkret klären: Mechanische Position, Kabelführung, Versorgung, gewünschtes Ausgangssignal, Alarmfunktion, Parametrierzugang und benötigtes Zubehör werden auf die Maschine abgestimmt. So wird aus dem kompakten Sensor eine reproduzierbar integrierbare Messstelle statt einer isolierten Komponente.

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