Optris CTi LT Pyrometer

  • Eignung: Nicht reflektierende Oberflächen
  • Messbereich: -50–1050 °C
  • Spektralbereich: 8–14 µm
  • Optik: bis 22:1
  • Ansprechzeit: 40 / 115 ms
  • Umgebung: Messkopf bis +180 °C

Das Optris CTi LT ist ein zweiteiliges Infrarot-Pyrometer für die berührungslose Temperaturmessung nicht reflektierender und hoch emittierender Oberflächen von -50 bis 1050 °C. Der Spektralbereich von 8–14 µm eignet sich besonders für viele Kunststoffe, organische Materialien, Keramiken, Beschichtungen und andere nichtmetallische Oberflächen. Drei Optik- und Temperaturvarianten ermöglichen die Anpassung an Messabstand, Zielgröße und Prozessfenster. Der kompakte M12-Messkopf arbeitet je nach Variante bis 120 beziehungsweise 180 °C Umgebungstemperatur ohne zusätzliche Kühlung; Auswertung, Display, Parametrierung und Schnittstellen sitzen in der separaten Elektronikbox.

weiter lesen

Wann ist das CTi LT die richtige Wahl?

CTi LT ist die langwellige Universalplattform innerhalb der CTi-Serie, wenn die zu messende Oberfläche im Bereich 8–14 µm einen ausreichend hohen und stabilen Emissionsgrad besitzt. Entscheidend ist damit nicht allein der Temperaturbereich. Material, Oberflächenzustand, Messgeometrie und Umgebung bestimmen gemeinsam, ob eine langwellige Messung zuverlässig funktioniert.

Die drei Varianten lösen unterschiedliche geometrische Aufgaben. CTi LT02 bietet 2:1 und deckt -50 bis 650 °C ab. CTi LT15 arbeitet mit 15:1 bis 800 °C. CTi LT22 erreicht 22:1 und erweitert den Messbereich bis 1050 °C. Je größer der Arbeitsabstand oder je kleiner die relevante Messfläche, desto wichtiger wird die optische Auflösung. Für sehr kleine Messstellen stehen Close-Focus-Lösungen zur Verfügung.

Bei blanken oder stark reflektierenden Metallen ist CTi LT meist nicht die erste Wahl, weil der Emissionsgrad im langwelligen Bereich niedrig und störanfällig sein kann. Dann sollten CTi 1M, 2M, 3M oder 4M anhand des Temperaturfensters geprüft werden. Für Glas, dünne Folien oder andere spektral selektive Materialien sind die dafür ausgelegten CTi-Spezialvarianten die bessere Vergleichsbasis.

Auch Prozessdynamik gehört zur Auswahl: LT02 reagiert mit 40 ms, LT15 und LT22 mit 115 ms. Wenn kurze Temperaturereignisse erfasst werden müssen, sollte CTi LTfast geprüft werden. Bei noch höheren thermischen Belastungen am Einbauort ist CTi LThot die naheliegende Alternative.

Welche CTi-LT-Variante passt zu Messfläche und Einbauort?

Die Variantenwahl sollte nicht über den maximalen Temperaturwert allein erfolgen. Ein LT22 kann wegen 22:1 bei größerem Abstand sinnvoll sein, obwohl der Prozess den oberen Messbereich nicht benötigt. Umgekehrt kann LT02 bei großen, nahen Messflächen die einfachere Lösung sein und reagiert zugleich schneller.

Mit Close Focus lassen sich kleine Messflecken realisieren: Optris nennt für LT02 2,5 mm bei 23 mm, für LT15 0,8 mm bei 10 mm beziehungsweise 3,4 mm bei 50 mm und für LT22 0,6 mm bei 10 mm beziehungsweise 2,3 mm bei 50 mm. Entscheidend bleibt, dass der Messfleck vollständig innerhalb der temperaturrelevanten Oberfläche liegt und die Position im realen Maschinenbetrieb reproduzierbar bleibt.

Die thermische Einbausituation unterscheidet sich ebenfalls. Die aktuelle Optris-Spezifikation nennt für LT02 einen Messkopfbereich bis +120 °C, für LT15 und LT22 bis +180 °C. Die Elektronik kann außerhalb der heißen Zone platziert werden und ist bis +85 °C spezifiziert. Gerade bei wechselnder Strahlungswärme oder thermischen Schocks ist deshalb die Trennung von Messkopf und Elektronik ein konstruktiver Vorteil.

Was wir bei der Auswahl konkret klären: Material und Oberflächenzustand, reales Temperaturfenster, Zielgröße, Arbeitsabstand, erforderliche Reaktionszeit, thermische Belastung und spätere Maschinenintegration. Daraus ergibt sich nicht nur LT02, LT15 oder LT22, sondern gegebenenfalls auch die Entscheidung für eine spezialisierte CTi-Variante.

Wie lässt sich das CTi LT in Maschine und Regelprozess integrieren?

Die CTi-Plattform trennt den kompakten M12-Messkopf von der Elektronikbox. Dadurch kann der Sensor nahe an der Messstelle sitzen, während Display, Programmiertasten, Signalverarbeitung und Schnittstellen zugänglich im Schaltschrank- oder Maschinenbereich angeordnet werden. Der Messkopf ist austauschbar; für Service und Serienmaschinen sollte die freigegebene Kombination aus Sensorkopf, Kabel, Optik und Parametrierung dokumentiert werden.

Für die direkte Maschinenanbindung stehen konfigurierbare Analogausgänge wie 0/4–20 mA, 0–5/10 V, Thermoelement K und Alarm zur Verfügung. USB-C ist integriert; je nach Schnittstellenmodul sind unter anderem RS232, RS485, Ethernet und Relais sowie industrielle Protokolle verfügbar. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Steuerungsarchitektur, Diagnosebedarf und Lifecycle-Anforderungen ab.

CompactPlus Connect beziehungsweise IRmobile dienen zur Parametrierung. Funktionen wie Average, Peak Hold, Valley Hold, Advanced Peak Hold und triggerbare Signalausgabe erlauben die Anpassung an Prozessverhalten und Auswertelogik. Diese Filter ersetzen jedoch keine passende Sensorposition oder Optik: Ein instabiles optisches Signal lässt sich nicht allein durch Software zu einer belastbaren Temperaturmessung machen.

Was wir bei der Integration konkret klären: Messposition, Messfleck, Befestigung, Kabelweg, thermische Entkopplung, Analog- oder Digitalschnittstelle, Parametrierung und Signalverarbeitung werden auf die Maschine abgestimmt. Für Serienanwendungen werden die freigegebenen Einstellungen und Komponenten so festgelegt, dass die Messstelle reproduzierbar aufgebaut und später gewartet werden kann.

Ähnliche Produkte

Panasonic NiMH Akku BK-10V10T
  • Durchmesser n/a
  • Größe n/a
  • Nennspannung 12 V
  • Kapazität 90000 mAh
  • Durchmesser n/a
  • Höhe 270 mm
  • Gewicht 23000 g
  • Type BK-10V1SX10 (Pack)
Panasonic NiMH Akku BK-10V1S
  • Durchmesser V
  • Größe V
  • Nennspannung 1,2 V
  • Kapazität 90000 mAh
  • Durchmesser 62,6 mm
  • Höhe 188,5 mm
  • Gewicht 1700 g
  • Type BK10000VH (Stud Bolts)
Honeywell CF3680 – der 2D-Imager für kundenspezifische Scanner-Ausführungen
  • CMOS Imager, 640×480 Pixel
  • mit Decoder
  • 5.0V USB
  • weiße Beleuchtung
  • LED-Zielbeleuchtung roter Punkt
Honeywell CM3680 – 2D Barcode-Imager der CM-Serie für Kiosk-Anwendungen
  • CMOS Imager, 640×480 Pixel
  • mit Decoder
  • 5.0V USB
  • weiße Beleuchtung
  • LED-Zielbeleuchtung roter Punkt
Optris CTi 1M Pyrometer
  • Eignung: Heiße Metalle
  • Messbereich: 350–2200 °C
  • Spektrum: 1,0 µm
  • Optik: bis 75:1
  • Ansprechzeit: 320 µs
  • Umgebung: Messkopf bis +125 °C
Optris CTi 4M Pyrometer
  • Eignung: Dynamische Niedertemperaturprozesse
  • Messbereich: 0–600 °C
  • Spektrum: 2,2–6 µm
  • Optik: 10:1
  • Ansprechzeit: 320 µs*
  • Abtastfrequenz: 3300 Hz
Optris CTi 3M Pyrometer
  • Eignung: Metalle ab 30 °C
  • Messbereich: 30–1850 °C
  • Spektrum: 2,3 µm
  • Optik: bis 75:1
  • Ansprechzeit: 320 µs
  • Varianten: 6 Temperaturbereiche
Optris CTi G5 Pyrometer
  • Eignung: Glasprozesse
  • Messbereich: 50–1650 °C
  • Spektrum: 5,0 µm
  • Optik: bis 20:1
  • Ansprechzeit: ab 70 ms
  • Umgebung: Messkopf bis +85 °C

Produktanfrage

Ihre Kontaktdaten
Ihre Anfrage

Produktanfrage

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa.