Optris CTi P7 Pyrometer

  • Eignung: Dünne Kunststofffolien
  • Messbereich: 0–710 °C
  • Spektrum: 7,9 µm
  • Optik: 10:1
  • Ansprechzeit: 150 ms
  • Umgebung: Messkopf bis +85 °C

Das Optris CTi P7 ist ein zweiteiliges Infrarot-Pyrometer für die berührungslose Temperaturmessung dünner Kunststofffolien. Folien unter etwa 250 µm können im üblichen langwelligen Bereich von 8–14 µm stark transmissiv sein; dann erfasst ein Standardsensor neben der Folie auch Strahlung aus dem Hintergrund. Das CTi P7 arbeitet deshalb schmalbandig bei 7,9 µm – einer für bestimmte Kunststoffe geeigneten Absorptionsbande. Der Sensor misst von 0 bis 710 °C, bietet eine optische Auflösung von 10:1 und reagiert in 150 ms. Ob P7 zur konkreten Folie passt, entscheidet jedoch nicht allein der Materialname: Polymer, Folienstärke, Mehrschichtaufbau, Additive, Pigmentierung, Beschichtung und Hintergrund müssen gemeinsam betrachtet werden.

weiter lesen

Wann ist 7,9 µm die richtige Wellenlänge für die Folienmessung?

Bei sehr dünnen Folien ist die Auswahl der Messwellenlänge entscheidend. Optris weist darauf hin, dass Folien unter etwa 250 µm im Bereich von 8–14 µm häufig stark transmissiv sind. Ein langwelliges Standardpyrometer kann dann Strahlung aus dem Hintergrund mit erfassen und dadurch eine Temperatur anzeigen, die nicht ausschließlich von der Folie stammt.

CTi P7 nutzt 7,9 µm. In der aktuellen CTi-Serienübersicht nennt Optris dafür insbesondere PET, PU, PTFE, PFA, PI und CTA als typische Materialien. Das CTi-Manual führt PET, PU, PTFE, PA und CTA als Beispiele. Diese Listen sind Orientierung, keine pauschale Freigabe: Rezeptur, Dicke, Füllstoffe, Beschichtungen und Mehrschichtaufbau können die spektralen Eigenschaften verändern.

Die wichtigste Alternative innerhalb der CTi-Foliensensoren ist CTi P3 bei 3,43 µm. Optris ordnet P3 insbesondere Kunststoffen mit starker Absorption im C-H-Band zu, etwa PE, PP und PS. P3 und P7 sind deshalb keine bloßen Temperaturbereichsvarianten. Zuerst muss geklärt werden, welche Wellenlänge zur Folie passt.

Bei unbekannten Compounds, Verbundfolien oder wechselnden Rezepturen ist eine Prüfung der konkreten Folie sinnvoll. Gerade bei Serienmaschinen sollte die Materialfreigabe dokumentiert werden, damit ein späterer Folienwechsel nicht unbemerkt die Messqualität verändert.

Was entscheidet über eine stabile Messung an dünnen Folien?

Bei teiltransparenten Materialien gehört der Hintergrund zur Messaufgabe. Eine beheizte Walze, ein kaltes Maschinenteil oder ein wechselnder freier Hintergrund können das Signal beeinflussen, wenn die Folie bei der gewählten Wellenlänge nicht ausreichend opak ist. Messposition, Hintergrund und Materialführung sollten deshalb gemeinsam festgelegt werden. Die Standardoptik des CTi P7 arbeitet mit 10:1. Das aktuelle CTi-Manual nennt für die Standardoptik etwa 40 mm Messfleck bei 400 mm Abstand. Der relevante Folienbereich muss das Sichtfeld vollständig ausfüllen. Für kleine Messzonen steht eine Close-Focus-Optik zur Verfügung; die konkrete Geometrie sollte mit Optikdiagramm oder Optikrechner ausgelegt werden.

Mit 150 ms reagiert CTi P7 deutlich langsamer als CTi P3 mit 15 ms. Das ist kein Qualitätsunterschied, sondern eine relevante Prozessgrenze. Bei schnellen Folienbahnen muss geprüft werden, wie lange ein Materialpunkt im Messfeld beziehungsweise in der relevanten Temperaturzone bleibt und ob 150 ms inklusive Filterung und SPS-Verarbeitung zur Regelaufgabe passen.

Der Messkopf ist für -20 bis +85 °C spezifiziert. Bei Einbau nahe Heizstrahlern, Öfen oder heißen Walzen muss zusätzlich die reale thermische Belastung durch Strahlung und Wärmeleitung berücksichtigt werden. Bei Bedarf stehen Schutz-, Luftspül- und Kühlkomponenten zur Verfügung.

Was wir bei der Auswahl konkret klären: Polymer und Folienaufbau, Dicke, Pigmentierung und Beschichtung, Temperaturbereich, Hintergrund, Zielgröße, Arbeitsabstand und Bahngeschwindigkeit. Daraus ergibt sich, ob CTi P7 bei 7,9 µm passt, CTi P3 bei 3,43 µm geeigneter ist oder eine langwellige Messung bereits ausreicht.

Wie wird CTi P7 in Folienanlage und Regelung integriert?

CTi P7 folgt der modularen CTi-Plattform mit kompaktem Edelstahl-Messkopf und separater Elektronikbox. Die Elektronik kann außerhalb der eigentlichen Messstelle montiert werden und stellt Display, Parametrierung sowie analoge und digitale Schnittstellen bereit.

Für die Maschinenanbindung stehen 0/4–20 mA, 0–5 V, 0–10 V und Thermoelement Typ K zur Verfügung. Zusätzlich unterstützt die CTi-Plattform USB sowie optionale Schnittstellen und Protokolle wie RS232, RS485, Modbus RTU, Ethernet TCP, Modbus TCP, EtherNet/IP, PROFINET, EtherCAT und IO-Link. Welche Schnittstelle sinnvoll ist, hängt von Regelungsaufgabe, Diagnosebedarf und Maschinenstandard ab.

Das aktuelle CTi-Manual beschreibt austauschbare Messköpfe mit Head-ID beziehungsweise Kalibrierdaten. Nach einem Kopfwechsel muss die korrekte Zuordnung in der Elektronik sichergestellt werden. Für OEM-Serien sollte deshalb nicht nur die Sensorbezeichnung, sondern die komplette freigegebene Konfiguration dokumentiert werden.

Beim CTi P7 beträgt die Standardkabellänge 3 m; das Kabel kann laut Optris um maximal 3 m gekürzt werden. Kabelweg, Elektronikposition und Messkopfmontage sollten deshalb bereits in der Konstruktion berücksichtigt werden. Was wir bei der Integration konkret klären: Messposition und Hintergrund, Optik, Kabelweg, Elektronikposition, Ausgangssignal, Schnittstelle und Signalverarbeitung werden mit Bahnführung und Steuerung abgestimmt. So bleibt die Messstelle auch bei Wiederholmaschinen reproduzierbar.

Ähnliche Produkte

Panasonic NiMH Akku BK-10V10T
  • Durchmesser n/a
  • Größe n/a
  • Nennspannung 12 V
  • Kapazität 90000 mAh
  • Durchmesser n/a
  • Höhe 270 mm
  • Gewicht 23000 g
  • Type BK-10V1SX10 (Pack)
Panasonic NiMH Akku BK-10V1S
  • Durchmesser V
  • Größe V
  • Nennspannung 1,2 V
  • Kapazität 90000 mAh
  • Durchmesser 62,6 mm
  • Höhe 188,5 mm
  • Gewicht 1700 g
  • Type BK10000VH (Stud Bolts)
Honeywell CF3680 – der 2D-Imager für kundenspezifische Scanner-Ausführungen
  • CMOS Imager, 640×480 Pixel
  • mit Decoder
  • 5.0V USB
  • weiße Beleuchtung
  • LED-Zielbeleuchtung roter Punkt
Honeywell CM3680 – 2D Barcode-Imager der CM-Serie für Kiosk-Anwendungen
  • CMOS Imager, 640×480 Pixel
  • mit Decoder
  • 5.0V USB
  • weiße Beleuchtung
  • LED-Zielbeleuchtung roter Punkt
Optris CTi P3 Pyrometer
  • Eignung: Dünne Kunststofffolien
  • Messbereich: 35–600 °C
  • Spektrum: 3,43 µm
  • Optik: 15:1
  • Ansprechzeit: 15 ms
  • Umgebung: Messkopf bis +85 °C
Optris CTi LTfast Pyrometer
  • Eignung: Schnelle Industrieprozesse
  • Messbereich: -50–1050 °C
  • Ansprechzeit: bis 6 ms
  • Optik: bis 25:1
  • Spektrum: 8–14 µm
  • Umgebung: Messkopf bis +125 °C
Optris CTi LT Pyrometer
  • Eignung: Nicht reflektierende Oberflächen
  • Messbereich: -50–1050 °C
  • Spektralbereich: 8–14 µm
  • Optik: bis 22:1
  • Ansprechzeit: 40 / 115 ms
  • Umgebung: Messkopf bis +180 °C
Optris CTi LThot Pyrometer
  • Eignung: Heiße Einbauumgebungen
  • Messbereich: -50–1050 °C
  • Spektrum: 8–14 µm
  • Optik: 2:1 / 10:1
  • Ansprechzeit: bis 40 ms
  • Umgebung: Messkopf bis +250 °C

Produktanfrage

Ihre Kontaktdaten
Ihre Anfrage

Produktanfrage

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa.