Optris PI 400i LT Wärmebildkamera

  • Eignung: Schnelle, flexibel auslegbare Prozessmessung
  • Messbereich: -20 bis 1500 °C
  • Auflösung: 382 × 288 px
  • Bildrate: 80 Hz · umschaltbar auf 27 Hz
  • Optiken: 18° / 29° / 53° / 80° · austauschbar
  • Integration: USB · PC-/IPC-basiert

Die Optris PI 400i LT ist eine stationäre Wärmebildkamera für schnelle industrielle Temperaturmessungen, bei denen Messgeometrie und Optik flexibel an unterschiedliche Anlagen- oder Prüfaufgaben angepasst werden sollen. Sie erfasst 382 × 288 radiometrische Pixel mit bis zu 80 Hz und deckt – abhängig von der gewählten Kalibrierung – Temperaturen von -20 bis 1500 °C ab. Der Spektralbereich von 8–14 µm eignet sich für zahlreiche Kunststoffe, Keramiken, organische Materialien, Verbundwerkstoffe und ausreichend hoch emittierende Oberflächen. Ein wesentlicher Unterschied zur Xi Compact Line sind die austauschbaren und gemeinsam mit der Kamera kalibrierbaren Optiken: 18°, 29°, 53° und 80° können für unterschiedliche Messfelder vorgesehen werden. Die PI 400i arbeitet USB-basiert mit PIX Connect oder kundenspezifischer PC-/IPC-Software und bietet zusätzlich Prozessschnittstellen für die Maschinenintegration. Damit eignet sie sich besonders für Anlagen, Prüfstände und Entwicklungsumgebungen, in denen hohe Bildrate und eine langfristig flexible Messgeometrie wichtiger sind als autonomer Kamerabetrieb.

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Wann ist die PI 400i statt einer Xi 400 sinnvoll?

PI 400i und Xi 400 liegen bei den zentralen Detektordaten sehr nah beieinander: Beide arbeiten mit 382 × 288 Pixeln, 8–14 µm und bis zu 80 Hz. Die Entscheidung sollte deshalb nicht über Auflösung oder Bildrate erfolgen, sondern über die gewünschte Flexibilität der Messgeometrie und die Systemauslegung.

Bei der Xi 400 wird die Optik als feste Kamerakonfiguration gewählt. Die PI 400i gehört dagegen zur Precision Line und ist für austauschbare Optiken ausgelegt. Das ist relevant, wenn eine Kamera im Laufe ihres Einsatzes für unterschiedliche Arbeitsabstände, Messfelder oder Prüfaufgaben genutzt werden soll.

Jede verwendete Optik muss mit der Kamera kalibriert sein. Ein späterer Objektivwechsel ist damit möglich, aber nicht mit einem beliebigen unkalibrierten Objektiv. Wenn mehrere Optiken absehbar benötigt werden, sollten diese bereits bei der Erstbestellung eingeplant und kalibriert werden.

Für eine dauerhaft unveränderte Messstelle kann die kompaktere Xi-Plattform ausreichen. Wenn Messaufgaben wechseln, Versuchsaufbauten angepasst werden oder eine langfristig flexible Optikstrategie gewünscht ist, bietet die PI 400i den größeren Spielraum.

Welche Optik passt zu Messfeld, Arbeitsabstand und Zielgröße?

Für die PI 400i stehen 18° × 14°, 29° × 22°, 53° × 38° und 80° × 54° zur Verfügung. Damit lässt sich die Kamera von einem engen Sichtfeld für kleine Zielbereiche oder größere Distanzen bis zu einer Weitwinkelmessung aus kurzer Entfernung konfigurieren.

Die 18°-Optik bietet die höchste geometrische Auflösung; 29° ist ein ausgewogener Standard für viele Maschinenanwendungen. 53° und 80° eignen sich, wenn aus begrenztem Abstand größere Flächen überwacht werden sollen. Entscheidend ist nicht allein das FOV, sondern wie viele Pixel die kleinste relevante Temperaturzone im konkreten Aufbau belegt.

Die Precision-Line-Logik erlaubt den späteren Wechsel zwischen kalibrierten Optiken. Das ist beispielsweise bei Prüfständen, wechselnden Produktformaten oder Anlagenvarianten interessant. Die Optik wird dabei mechanisch gewechselt und die passende Kalibrierung in der Software ausgewählt.

Für eine belastbare Auslegung werden Zielgröße, Arbeitsabstand, gewünschtes Sichtfeld und benötigte Messauflösung gemeinsam betrachtet. Die hohe Bildrate löst keine geometrisch zu kleine Messstelle.

Was wir bei der Auswahl konkret klären: Kleinste relevante Temperaturzone, Arbeitsabstand, Sichtfeld, mögliche spätere Format- oder Anlagenänderungen und benötigte Bildrate. Daraus ergibt sich, welche Optik oder welche Kombination kalibrierter Wechseloptiken sinnvoll ist.

Wann sind 80 Hz für den Prozess relevant?

Mit 80 radiometrischen Bildern pro Sekunde kann die PI 400i schnelle Temperaturänderungen und bewegte Objekte deutlich dichter zeitlich erfassen als Kameras mit niedrigeren Bildraten. Das ist relevant, wenn Temperaturspitzen nur kurz auftreten oder Produkte das Sichtfeld schnell durchlaufen.

Für kontinuierlich bewegte Materialien steht in PIX Connect außerdem eine Linescanner-Funktion zur Verfügung. Dabei werden Messzeilen zeitlich zusammengesetzt und können so eine thermische Darstellung eines vorbeilaufenden Produkts erzeugen. Nicht jede Anwendung benötigt 80 Hz. Die Kamera kann auf 27 Hz umgeschaltet werden. Die erforderliche Bildrate sollte aus Objektgeschwindigkeit, Größe der relevanten Zone und gewünschter Reaktionszeit abgeleitet werden – nicht aus dem maximal verfügbaren Datenwert.

Räumliche und zeitliche Auflösung müssen getrennt betrachtet werden: Die Optik und Pixelbelegung bestimmen, ob ein Detail messbar ist; die Bildrate bestimmt, wie häufig dieses Detail während des Prozesses erfasst wird. Mit 80 radiometrischen Bildern pro Sekunde kann die PI 400i schnelle Temperaturänderungen und bewegte Objekte deutlich dichter zeitlich erfassen als Kameras mit niedrigeren Bildraten. Das ist relevant, wenn Temperaturspitzen nur kurz auftreten oder Produkte das Sichtfeld schnell durchlaufen.

Für kontinuierlich bewegte Materialien steht in PIX Connect außerdem eine Linescanner-Funktion zur Verfügung. Dabei werden Messzeilen zeitlich zusammengesetzt und können so eine thermische Darstellung eines vorbeilaufenden Produkts erzeugen. Nicht jede Anwendung benötigt 80 Hz. Die Kamera kann auf 27 Hz umgeschaltet werden. Die erforderliche Bildrate sollte aus Objektgeschwindigkeit, Größe der relevanten Zone und gewünschter Reaktionszeit abgeleitet werden – nicht aus dem maximal verfügbaren Datenwert.

Räumliche und zeitliche Auflösung müssen getrennt betrachtet werden: Die Optik und Pixelbelegung bestimmen, ob ein Detail messbar ist; die Bildrate bestimmt, wie häufig dieses Detail während des Prozesses erfasst wird.

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