Abgekündigtes Produkt

Dieses Produkt wird zum Jahresende 2026 abgekündigt.Der Optris CTex LT ist noch bis Dezember 2026 verfügbar. Nachfolgemodell ist der Optris CTi LTex.Sie suchen eine aktuelle Lösung für Ihre Anwendung? Sprechen Sie uns an.

Optris CTex LT Pyrometer

  • Eignung: Explosionsgefährdete Bereiche
  • Messbereich: -50 bis 975 °C (variantenabhängig)
  • Spektrum: 8–14 µm
  • Optik: bis 22:1
  • Ansprechzeit: 100–150 ms
  • Ex-Konzept: Zener-Barrieren · ATEX / IECEx

Das Optris CTex LT ist die explosionsgeschützte Ausführung der CT-LT-Plattform für berührungslose Temperaturmessungen in explosionsgefährdeten Bereichen. Es arbeitet im Spektralbereich von 8 bis 14 µm und deckt – abhängig von der Variante – Objekttemperaturen von -50 bis 975 °C ab. Für den Einsatz im Ex-Bereich wird die Messstelle mit zugelassenen Zener-Doppelbarrieren zur Energiebegrenzung ausgeführt. Damit verbindet CTex LT die langwellige Temperaturmessung nicht reflektierender Oberflächen mit einer für ATEX-/IECEx-Anwendungen vorgesehenen Systemkonfiguration.

Hinweis zur Produktgeneration: Die Optris CT-Serie wird zum Jahresende 2026 abgekündigt. Für bestehende CTex-LT-Anwendungen bleibt diese Seite als technische Orientierung erhalten. Bei Neuprojekten, Ersatzbeschaffung oder Anlagenänderungen sollte die aktuelle CTi-Generation bzw. eine geeignete Ex-Lösung neu bewertet werden. Eine bestehende CTex-Konfiguration darf dabei nicht allein anhand des Sensornamens ersetzt werden: Ex-Zone, Schutzkonzept, Zulassung, Messbereich, Optik, Schnittstelle und Einbausituation müssen zusammen geprüft werden.

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Wann ist CTex LT statt eines Standardpyrometers erforderlich?

CTex LT ist für Messstellen vorgesehen, an denen die Temperatur berührungslos erfasst werden soll und gleichzeitig Anforderungen an den Explosionsschutz bestehen. Typische Fragestellungen entstehen beispielsweise in Prozessen mit brennbaren Gasen, Dämpfen oder Stäuben. Der Sensor allein entscheidet jedoch nicht über die Eignung: Zonenklassifizierung, Gerätekategorie, Installationsart und das Schutzkonzept der gesamten Messstelle müssen zur konkreten Anlage passen.

Messtechnisch basiert CTex LT auf der LT-Plattform. Der Spektralbereich von 8 bis 14 µm eignet sich besonders für viele nicht reflektierende Oberflächen und Materialien mit hoher Emissivität. Für blanke oder stark reflektierende Metalle ist diese langwellige Plattform dagegen häufig nicht die erste Wahl. Die Ex-Anforderung ersetzt deshalb nicht die normale pyrometrische Produktauswahl – zuerst muss die Messaufgabe passen, anschließend die explosionsgeschützte Ausführung.

Was wir bei der Auswahl konkret klären: Ex-Zone und vorhandenes Schutzkonzept, Material und Oberfläche, Temperaturfenster, Messobjektgröße, Arbeitsabstand, gewünschte Optik, Umgebung an der Messstelle, Kabelweg und Schnittstelle. Erst aus dieser Kombination lässt sich ableiten, ob CTex LT technisch und zulassungsseitig zur Anwendung passt.

Welche CTex-LT-Variante passt zur Messstelle?

Optris führt CTex LT in mehreren Optik- und Temperaturvarianten. Die Standardausführungen CTex LT02, LT15 und LT22 unterscheiden sich vor allem durch das Entfernung-Messfleck-Verhältnis von 2:1, 15:1 bzw. 22:1. LT02 und LT15 decken -50 bis 600 °C ab, LT22 bis -50 bis 975 °C. Zusätzlich existieren Hochtemperatur-Ausführungen des Messkopfs mit 2:1 bzw. 10:1, deren Objekttemperaturbereich bei -40 bis 975 °C liegt.

Für die Auswahl ist nicht die höchste optische Auflösung automatisch die beste Lösung. Der Messfleck muss innerhalb der relevanten Oberfläche liegen, gleichzeitig müssen Montageabstand, Sichtlinie und zulässige Einbaubedingungen im Ex-Bereich berücksichtigt werden. Bei kleinen Messobjekten oder größerem Abstand ist eine höhere optische Auflösung relevant; bei großen Flächen und kurzer Distanz kann eine einfachere Optik ausreichend sein.

Bei CTex LT kommt eine zusätzliche Ebene hinzu: Die zulässige Umgebungstemperatur und Installationsweise hängen von der konkreten Ausführung und dem Ex-Aufbau ab. Optris nennt für die Produktfamilie Messköpfe für erhöhte Umgebungstemperaturen, während die detaillierten Ex-Spezifikationen je Variante und Installation zu beachten sind. Für die Auslegung darf deshalb nicht pauschal mit einem einzigen Umgebungstemperaturwert gearbeitet werden.

Wie wird CTex LT sicher in die Anlage integriert?

Die CTex-LT-Lösung besteht aus Messkopf, separater Elektronik und der für den Ex-Einsatz vorgesehenen Energiebegrenzung über Zener-Barrieren. Optris beschreibt für Zone 1 eine passive Installation des Messkopfs im explosionsgefährdeten Bereich mit zugelassenen Barrieren. Die konkrete elektrische Installation, Erdung, Leitungsführung und Position der Komponenten muss nach den geltenden Ex-Vorgaben und der freigegebenen Gerätekonfiguration erfolgen.

Für die Prozessanbindung stehen – abhängig von der Konfiguration – analoge Ausgänge wie 0/4–20 mA, 0–5 V, 0–10 V und Thermoelement K/J sowie optionale digitale Schnittstellen zur Verfügung. Optris nennt USB, RS232, RS485, Profibus, Ethernet und Relais sowie Protokolle wie Modbus RTU, Modbus TCP, PROFINET und EtherNet/IP. Compact Connect und IRmobile unterstützen Parametrierung und Auswertung.

Was wir bei der Integration konkret klären: zulässige Ex-Zone, Barrieren- und Schaltschrankkonzept, Messkopfposition, Sichtfeld, Umgebungstemperatur, Verschmutzung, Kabelweg, Potentialausgleich/Erdung und die benötigte Steuerungsschnittstelle. Bei einer bestehenden CTex-Anlage muss zusätzlich geprüft werden, welche Komponenten und Zulassungen bereits Bestandteil der freigegebenen Installation sind.

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