Optris CT 3M Pyrometer

  • Eignung: Metalle und Verbundwerkstoffe bei niedrigeren Temperaturen
  • Messbereich: 50–1800 °C
  • Spektrum: 2,3 µm
  • Optik: bis 75:1
  • Ansprechzeit: 1 ms
  • Messkopf: -20 bis +125 °C

Das Optris CT 3M ist ein zweiteiliges Industriepyrometer für berührungslose Temperaturmessungen an Metallen und Verbundwerkstoffen bereits ab niedrigen Prozesstemperaturen. Der erweiterte InGaAs-Detektor arbeitet bei 2,3 µm und reduziert damit gegenüber langwelligen Sensoren den Einfluss schwankender Emissionsgrade bei metallischen Oberflächen. Je nach Variante deckt die CT-3M-Familie Messbereiche von 50 bis 1800 °C ab. Mit 1 ms Ansprechzeit und einer optischen Auflösung von bis zu 75:1 eignet sie sich auch für schnelle Prozesse und kleine Messfelder in Maschinen und Anlagen.

Hinweis zur Produktgeneration: Die Optris CT-Serie wird zum Jahresende 2026 abgekündigt. Für bestehende CT-3M-Anwendungen bleibt diese Seite als technische Orientierung erhalten. Bei Neuprojekten und Ersatzbeschaffungen sollte die aktuelle CTi-2M-Generation geprüft werden. Eine Migration ist anhand von Temperaturbereich, Optik, Schnittstellen, Mechanik und Parametrierung zu qualifizieren; CTi 3M ist nicht ungeprüft als 1:1-Ersatz zu behandeln.

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Warum ist CT 3M besonders für niedrigere Metalltemperaturen interessant?

Das CT 3M arbeitet bei 2,3 µm. Dieser kurz- bis mittelwellige Spektralbereich ist besonders relevant, wenn Metalltemperaturen bereits deutlich unterhalb typischer Hochtemperatur-Pyrometerbereiche erfasst werden sollen. Optris positioniert die Baureihe für Metalle, Sekundärmetallverarbeitung, Metalloxide, Keramiken und Verbundwerkstoffe.

Die Wellenlänge allein löst die Messaufgabe trotzdem nicht. Oberflächenzustand, Sichtwinkel, Reflexionen aus der Umgebung, Messfleck und Temperaturfenster müssen zusammen betrachtet werden. Bei stark wechselnden Bedingungen kann außerdem zu prüfen sein, ob ein Verhältnispyrometer die robustere Messstrategie darstellt.

Innerhalb der CT-3M-Familie stehen mehrere Temperaturvarianten zur Verfügung. Optris nennt als Eckpunkte die Variante 3ML für 50–400 °C und 3MH3 für Messungen bis 1800 °C. Die konkrete Variante sollte nach dem real benötigten Prozessfenster und nicht allein nach der maximal möglichen Temperatur ausgewählt werden.

Wann passt das CT 3M zu meiner Metall- oder Verbundwerkstoffanwendung?

Das CT 3M passt besonders zu fest installierten Messstellen, an denen Metalle oder Verbundwerkstoffe bereits bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen berührungslos erfasst werden müssen. Typische Aufgaben liegen in Metallverarbeitung, Metalloxiden, Keramik und thermisch anspruchsvollen Verbundwerkstoffen. Die 1-ms-Dynamik unterstützt auch Prozesse mit kurzen Taktzeiten.

Was wir bei der Auswahl konkret klären: Werkstoff und Oberflächenzustand, niedrigste und höchste Prozesstemperatur, Arbeitsabstand, erforderlicher Messfleck, Prozessgeschwindigkeit, Reflexionsumgebung und Einbauraum. Daraus ergibt sich, ob CT 3M grundsätzlich passt, welche Temperaturvariante und Optik benötigt werden und ob CTi 3M oder eine andere Pyrometerplattform für das Projekt sinnvoller ist.

Wie lässt sich das CT 3M in Maschine und Prozess integrieren?

Der nur Ø12 × 35 mm große M12-Messkopf lässt sich auch bei begrenztem Bauraum nahe an der Messstelle integrieren. Die separate Elektronik kann zugänglich außerhalb der unmittelbaren Prozesszone montiert werden. Der Messkopf ist austauschbar und für -20 bis +125 °C Umgebung spezifiziert.

Die Elektronik stellt 0–20 mA, 4–20 mA, 0–5 V, 0–10 V sowie Thermoelement K/J bereit. Optional sind USB, RS232, RS485, Profibus, Ethernet und Relais verfügbar; unterstützt werden unter anderem EtherNet/IP, Ethernet TCP, Modbus TCP, Modbus RTU und PROFINET. Compact Connect und IRmobile dienen zur Konfiguration und Auswertung.

Was wir bei der Integration konkret klären: Messposition, Sichtlinie, Messfleck und Arbeitsabstand werden mit Bauraum, Prozessbewegung, Umgebungstemperatur, Kabelweg und Steuerungsschnittstelle abgestimmt. Bei reflektierenden Metalloberflächen gehört zusätzlich die thermische Umgebung in die Bewertung, damit Fremdstrahlung nicht unbemerkt den Messwert dominiert.

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